Archiv für die Kategorie ‘Office’

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zu spaet

Februar 6, 2010

war ich heute morgen. Mit dem Texten an die Kollegin, dass ich krank bin und zu Hause bleibe.

Sie war einen Tick schneller und schickte mir eine SMS, dass sie krank ist und zu Hause bleibt. Na ja, da zumindest eine von uns da sein muss, habe ich mich eben ins Buero geschleppt und fleissig meine Bazillen in der Schule verteilt. Ich bin mir sicher, die Eltern werden es mir danken, vier Tage vor den Ferien ;)

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Musst nich weinen…

September 17, 2009

Es liegt in der Natur von Saudi Arabien, dass Kinder einige Wochen nach dem Schulanfang erst zur Schule kommen oder auch schon nach wenigen Wochen wieder die Schule verlassen.

So auch dieses Jahr. Drei Wochen in’s neue Schuljahr hinein und zig Neuanfaenger. Zwei davon aus Uzbekistan. Die Geschwister sind ca. 5 und 6 Jahre alt, beide sprechen kein Wort Englisch. Sie sind derzeit in einer Foerderklasse, in der ihnen erstmal die Sprache beigebracht wird.

Gestern waehrend der 1. Pause hoere ich ein leises weinen im Foyer. Ich bin gerade auf dem Weg ins Lehrerzimmer, um mich mit dem lebenswichtigen, frischen Kaffee zu versorgen. Ich bringe die Kaffeetassen zurueck ins Buero und mache mich auf die Suche nach der Ursache des Wimmerns.

Da sehe ich den kleinen an der Tuer stehen und weinen. Ich verstehe nur den Namen seiner Schwester. Meine Versuche, ihn auf englisch zu beruhigen schlagen fehl.

Ich knie mich vor ihm hin, gucke ihm in die Augen und fange an tuerkisch mit ihm zu sprechen. Meine Kollegin, die mich dabei beobachtet, schuettelt nur den Kopf, das bekomme ich noch mit. Noch immer weinen reicht er mir seine Hand und wir gehen auf den Schulhof,um seine Schwester zu suchen.

Die Schwester war auch schon ganz aufgeregt und rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn von einem Ende zum anderen des Schulhofes, auf der Suche nach ihrem Bruder. Nachdem beide vereint sind, frage ich den Kleinen noch, ob wir noch zur Toilette gehen sollen, damit er sich das Gesicht waschen kann.

Meine Kollegin fragte mich dann ganz aufgeregt, ob ich denn auch Russisch spreche. Das nicht gerade, aber man spricht in Uzbekistan turkisch. Zumindest einen Dialekt. Ich hatte zwar Schwierigkeiten, den Kleinen zu verstehen, aber er hat mich wohl verstanden und liess sich beruhigen.

Ich glaube, ich habe jetzt einen kleinen Freund in der Schule.

:)

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Schwere Entscheidungen

Februar 27, 2009

die mir den Schlaf rauben. Seit Januar arbeite ich ja im Sekretariat in Emre’s Schule. Grundsaetzlich macht die Arbeit mittlerweile Spass, die Kollegen sind nett und das Gehalt mager *ggg*

Nachteile sind, dass ich eine Stunde spaeter nach Hause komme als Emre und 210 Tage im Schuljahr arbeiten muss und Emre nur 180 Tage im Jahr zur Schule geht. Aber das wusste ich im voraus.  Was ich nicht wusste ist, dass es schwierig werden wuerde mit Emre.

Er ist immer vor mir zu Hause, meistens ist GoeGa auch dort, um ihm sein Mittagessen vorzubereiten. Das ist es dann aber auch. Wenn ich nach Hause komme, hat Emre nicht mit seinen Hausaufgaben angefangen, sondern sitzt vor dem Fernseher.  Ich habe dann eine Hausaufgabenhilfe organisiert, wo er 4 x die Woche hingehen muss. Nur vergessen beide Herren des Hauses dies gerne und oft.

Auch wenn ich im Haushalt nicht mehr grossartig machen muss, irgendwas ist immer was noch erledigt werden will, gekocht werden muss auch noch. Von den diversen Aktivitaeten fuer Emre spreche ich gar nicht. Ich habe in den letzten 5 Wochen keine Minute Zeit fuer mich selbst gehabt.

Unter Anbetracht dieser Situation, habe ich dann letzte Woche noch innerhalb der Probezeit gekuendigt, habe aber angeboten so lange zu bleiben bis Ersatz gefunden ist. Nun waren zwei Damen zum Probearbeiten und haben niemandem zugesagt. Mich zu ersetzen ist schliesslich nicht einfach ;)

Letztendlich haben sie mir am Mittwoch folgendes Angebot gemacht; die taegliche Arbeitszeit wird um eine Stunde verkuerzt (ich waere somit fast zeitgleich mit Emre zu Hause) und ich muesste nur 195 Tage im Schuljahr arbeiten. Dies waere eine Woche nach dem letzten Schultag im Sommer, eine Woche bevor die Schule wieder anfaengt und eine Woche in den Weihnachtsferien und das Gehalt wird noch magerer *lol*

Grundsaetzlich tut es meinem Ego sehr sehr gut, dass ich nach anfaenglichen Schwierigkeiten eine so guten Eindruck hinterlassen habe, dass man versucht mir entgegenzukommen. Soweit ich weiss, ist das bisher noch nie passiert.

Emre geniesst es sehr, wenn er in den Pausen mal schnell in mein Buero gucken kann, sich seine Streicheleinheit und/oder etwas zum Naschen holt. Ich habe einen besseren Einblick in die Schule und kann zeitnah bei Schwierigkeiten bzgl. Emre eingreifen. Bei ausserschulischen Aktivitaeten koennen wir uns die Rosinen auspicken, da Emre als MiKi Vorrang bekommt.

Samstag muss ich sagen, ob ich will oder nicht. Und ich sitze hier und schlage mir die Nacht um die Ohren und weiss nicht was tun. Die 15 zusaetzliche Tage sind nicht unloesbar, zwar etwas unangenehm fuer Emre, aber waeren wir in einem anderem Land, haette ich ganz sicher nicht soviel Urlaub und er wuerde sich damit arrangieren muessen. Zeitgleich mit Emre nach Hause kommen, waere ein wenig mehr Stress fuer mich.

Aber auch mit dieser Stunden- und Tageszahl bliebe kaum Zeit fuer mich. Die Frage ist, brauche ich das wirklich, muss ich mir das antun. Wenn wir irgendwann mal nicht mehr hier sind, dann muss ich sowieso arbeiten, warum die Zeit hier nicht anders nutzen.

Ach ich weiss nicht, ich sage ja schwere Entscheidung und in 28 Stunden muss ich sie getroffen haben.

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Anstrengend

Januar 25, 2009

ist das Arbeitsleben. Gestern abend bin ich um 20:30 ins Bett gefallen. Aber es wird werden. Ganz bestimmt.  Ich habe in drei Tagen, erstmal die Ablage der letzten 6 Monate gemachte. Einiges ist auch in der  Ablage P gelandet.  und Morgen darf ich dann die Kontaktformulare zunaechst in den Computer eingeben und dann in die Akten ablegen. Das wir die aktuallisierten Formulare bereits Anfang November zurueckgeschickt haben, tut ja nichts zur Sache. Auch nicht, dass die Schule 508 Schueler hat.  Mein heutiges Mantra:

Noch drei Tage, dann ist Wochenende.  Noch drei Tage, dann ist Wochenende. Noch drei Tage, dann ist Wochenende. Noch drei Tage, dann ist Wochenende.  Noch drei Tage, dann ist Wochenende. Noch drei Tage, dann ist Wochenende. Noch drei Tage, dann ist Wochenende.  Noch drei Tage, dann ist Wochenende. Noch drei Tage, dann ist Wochenende. Noch drei Tage, dann ist Wochenende.  Noch drei Tage, dann ist Wochenende. Noch drei Tage, dann ist Wochenende.

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Das Lotterleben

Januar 22, 2009

ist vorbei. Seit Gestern morgen, 7.15 Uhr.

Viel kann ich noch nicht sagen, bis auf; Chaos und Stress.

Emre findet es toll, das wir morgens gemeinsam das Haus verlassen und er mich zwischendurch sehen kann.

Was ich noch nicht so richtig abschaetzen kann ist, ob mir die Arbeit wirklich auf Dauer Spass machen kann und wird. Und ob es sich lohnt. Denn das Gehalt, ist wirklich nur ein besseres Taschengeld. Wobei mir das ja schon von vorneherein klar war.

Aber ich habe festgestellt, irgendwie sind alle Lehrer an dieser Schule ein wenig durch den Wind. Wie dreijaehrige behandelt werden, wenn sie ihren ersten Tag haben… Da kann ich echt nur den Kopf schuetteln.

Doch es hat was Gutes; ich habe uneingeschraenkten Zugang zu Schuelerakten, d.h., ich kann alle Unterlagen die ich fuer Emre’s Schulwechsel benoetige aus der Akte kopieren ohne diese nochmals bei diversen Aemtern, Ministerien und bei dem Arbeitgeber des GoeGa einzufordern.

Ich muss mich auf alle Faelle wieder an das Arbeitsleben gewoehnen. Morgens um 6:40 schon geduscht, gekleidet, geschminkt und frisiert das Haus zu verlassen ist echt eine Herausforderung. Ich sollte mal fragen, ob ich dort meine Abbaya tragen kann. Das wuerde mir auf alle Faelle, die Kleiderfrage erleichtern. ;)

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